• #Engagements

Vom Konzept zum Start der Umsetzung

Vom Konzept zum Start der Umsetzung

Mit den Inhalten des Curriculums und dem Konzept im Gepäck konnten wir gemeinsam mit Monica und Martha vom Colegio Fervan die nächsten Schritte angehen. Die Frage war, wie wir den Wissenstransfer gestalten und wie der praktische Teil für die Schüler aussehen könnte.

Als idealer Zeitpunkt für den Wissenstransfer an das Kollegium stellte sich der Schulbeginn heraus. In der Woche vor Schulstart nutzten wir die Planungstage für Workshops, um das Curriculum vor Ort mit den Lehrkräften zu besprechen (Bild). Ziel war es, das Know-how und die didaktischen Überlegungen vorzustellen und zu diskutieren. Die Fachlehrer aus Physik, Mathematik, Technik und Wirtschaft prüften dabei, inwieweit die Themen in ihren Fächern bereits abgedeckt waren, und koordinierten übergreifend, welche Inhalte geschärft werden mussten. Am Ende der Woche verfügte jeder Lehrer über einen festen Fahrplan für sein Fach in den Klassenstufen 5 bis 11.

Begleitend wurde für das Schuljahr ein PV-Projekt ins Leben gerufen, um die theoretischen Inhalte direkt mit der Praxis zu verknüpfen. In zehn Monaten sollten die Schüler in die Lage versetzt werden, eine PV-Anlage eigenständig zu planen.

Beat the Experts

Gemeinsam mit Martha, der Leiterin des PV-Projektes, begannen wir direkt im Anschluss an die Planungswoche mit der Detailplanung. Unser Ziel: Die Schüler sollten schrittweise Wissen aufbauen sowie Theorie und Praxis sinnvoll kombinieren, um am Ende des Jahres selbstständig die PV-Anlage der Schule planen zu können. Die Inhalte wurden strukturiert und auf den Zeitraum von Februar bis September verteilt (Grafik). Auf dieser Basis konnte Martha in die tiefergehende Planung einsteigen und sich überlegen, wie sie die einzelnen Inhalte vermitteln wollte. So viel vorab – Martha hat dabei hervorragende Arbeit geleistet. Es war beeindruckend, wie sie die Altersklassen zusammen gebracht hat und Freude am Thema vermitteln konnte.

Um den Anreiz für die Schüler zu steigern, wurde die „Beat the Experts Challenge“ ausgerufen. Am Ende des Projekts sollten die Schüler die PV-Anlage für die Schule eigenständig planen. Dabei wurden sie ausdrücklich dazu ermutigt, eine bessere Auslegung als die Experten zu machen. Nach Abgabe der Planungsunterlagen diente die Auslegung der Experten als Vergleich.

Eine Checkliste für die Planung einer PV-Anlage

Für die Expertenplanung haben wir eine detaillierte Checkliste (Grafik) erarbeitet, die sämtliche Fragen bündelt, die für die Auslegung der Anlage beantwortet werden müssen. Sie gliedert sich in die fünf Themenfelder Standort, Solarstrahlung, Stromverbrauch, rechtliche Rahmenbedingungen und Services sowie den Dimensionierungteil.


Ursprünglich als Hilfestellung für Martha und ihr Schülerprojekt konzipiert, nutzten wir dieses Werkzeug im ersten Schritt selbst, um die erforderlichen Daten effizient zu ermitteln und die Planung strukturiert abzuarbeiten. Die vollständig ausgefüllte Checkliste bildet somit die Referenzbasis für den späteren Vergleich mit den Ergebnissen der Schüler. Darüber hinaus eignet sie sich hervorragend als Blaupause für künftige Projekte – auf Anfrage stellen wir die vollständigen Unterlagen gerne zur Verfügung.

Ein solider Plan ist wichtig, doch ebenso entscheidend ist es, offen für Anpassungen zu bleiben – nur so kann etwas wirklich Besonderes entstehen. Wie das Projektjahr tatsächlich verlief und was es mit den Zertifikaten auf sich hat, die auf dem Bild stolz in die Kamera gehalten werden, schildert Martha im anschließenden Projektbericht.